So funktioniert die Badaufteilung: Pläne zur maximalen Raumnutzung

Kategorie: Umbau
Datum: 12 ago 2021

Wir zeigen fünf fachkundige Pläne zur Badaufteilung zur maximalen Raumnutzung und geben Empfehlungen zu Mindestmaßen für Badausstattung und Durchgangsflächen, die bei der Badezimmerplanung beachtet werden sollten.

Sowohl bei großen als auch bei kleinen Bädern sorgt die maximale Raumnutzung für mehr Komfort und Funktionalität. Zunächst kommt es bei der Badezimmerplanung auf die

Mindestmaße für Badezimmerausstattung und Durchgangsflächen an, da diese entscheidend für Komfort und Wohlbefinden sind.

 

Mindestmaße für das Badezimmer

Im Badezimmer ist Funktionalität wichtiger als Form. Daher sind bei der Planung eines funktionalen Badezimmers bestimmte Mindestmaße zu beachten.

Die Mindestmaße für ein Bad mit Falttür mit WC und Waschbecken sind 140 x 95 cm bei einem rechteckigen Raum oder 120 x 120 cm bei einem quadratischen Raum. Bei kompakter oder einlassbarer Ausstattung oder einer Schiebetür ist auch eine geringere Fläche ausreichend.

Die Mindestmaße für ein kleines Bad mit Badewanne oder Dusche, WC und Waschbecken sind, vorausgesetzt, Sie verwenden eine Schiebetür, 150 x 150 cm bei einem Bad mit Badewanne und 135 x 150 cm bei einem rechteckigen Bad mit Dusche. 

Doch bevor Sie sich dem Badezimmerplan widmen, sollten Sie folgende Schritte beherzigen. 

  1. Berücksichtigen Sie die besonderen Anforderungen an den Raum und die Bedürfnisse seiner Nutzer.
  2. Suchen Sie die Einrichtungselemente aus, da diese in der Regel fest sind und vor Anbringung zusammengebaut werden müssen. Unter anderem sind folgende Fragen zu klären: Gibt es Einbauelemente wie Toilettenbecken? Benötigen wir aufgrund der Badezimmergröße kompakte Einrichtungsgegenstände? Verfügt unser Waschbecken über ein oder zwei Becken und ist es ein Einbau- oder Aufsatzwaschbecken? Wollen wir eine Dusche oder eine Badewanne? Wollen wir ein Bidet?
  3. Beachten Sie die technischen Bauvorgaben zur optimalen Wasserversorgung und Energienutzung:
    1. Die Rohrführung muss einfach und optimal sein, damit das Wasser durch Schwerkraft zirkulieren kann. 
    2. Verbinden Sie die Einrichtung mit der Fallrinne. Aus Gründen des Designs ist auch ein Anschluss an den Toilettenabfluss möglich.
    3. Der Abstand zwischen Rohr und Fallrinne darf maximal 2 m betragen und ein Rohrabzweig darf maximal 2,5 m lang sein und eine Neigung zwischen 2 und 4 % haben.
    4. Elemente mit eigenem Abfluss, wie Waschbecken oder Bidets, dürfen maximal 4 m von der Fallrinne entfernt sein und eine Neigung zwischen 2,5 und 5 % haben. Bei Badewannen und Duschen darf die Neigung maximal 10 % betragen.
    5. Der Toilettenabfluss zur Fallrinne muss direkt oder über eine Leitung von maximal 1 m erfolgen.
    6. Waschbecken, Bidets und Badewannen benötigen einen Überlauf. 
    7. Abflüsse und Hauptleitung dürfen sich nicht gegenseitig behindern.
    8. Die Verbindungen zwischen Abfluss und Fallrinne benötigen einen Neigungswinkel von mindestens 45 Grad.
    9. Bei einzelnen Abflüssen muss jeder Abfluss der Sanitärprodukte an ein Hauptrohr angeschlossen werden, dass in die Fallrinne, oder andernfalls in den Toilettenabfluss,  mündet und am oberen Ende einen Stöpsel hat. 
    10. Geneigte Abflüsse sind zu vermeiden.

 

Zu geringe Abstände zu den Sanitäranlagen machen das Badezimmer ungemütlich

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Mindestmaße für Sanitäranlagen

Toiletten und Bidets benötigen eine freie Fläche von mindestens 70 cm Breite und 120 cm Länge. Wenn sie sich an der Wand befinden, wird eine freie Fläche von mindestens 20 cm benötigt. Bei seitlich von ihnen angebrachten Elementen wird für eine optimale Funktionalität ein Abstand von mindestens 15 cm benötigt.

Eine weitere Möglichkeit der Raumoptimierung sind Toiletten mit in die Wand eingelassenem Toilettenbecken, Toiletten mit Trennwand, kompakte oder kleine Modelle oder Wand-WCs. Wand-WCs sollten 45 cm über dem Boden angebracht werden.

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Diese Vorschläge beziehen sich auf Konstruktionen aus Toilette und Bidet wie Smart Toilets oder Dusch-WCs. Diese Konzepte eignen sich perfekt für kleine Bäder oder Bäder, in denen nur möglichst wenige Ausstattungselemente eingebaut werden sollen.

 

Mindestmaße und Mindestanbringungshöhe des Waschbeckens  

Es gibt Waschbecken in den unterschiedlichsten Formaten und Maßen. Die Standardwaschbecken mit einem Becken sind in der Regel 60 cm breit und 45 cm tief. Die Mindestbreite für den Waschtisch beträgt 70 cm. 

Bei Waschbecken mit zwei Becken beträgt das Maß in der Regel 90 cm und der Waschtisch braucht mindestens 120 cm Platz. Der Abstand zwischen den beiden Armaturen beträgt mindestens 60 cm.

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Für maximalen Komfort sollte das Waschbecken in einer Höhe von 85 cm angebracht werden, wenngleich dies an die Größe der Nutzer angepasst werden kann. Bei Aufsatzwaschbecken gilt diese Höhe für den höchsten Teil der Konstruktion.

 

Mindestmaße für Badezimmerschränke und Höhe für den Spiegel

Wenn man einmal die Größe der Nutzer außer Acht lässt, sollten Badezimmerschränke generell in einer Höhe zwischen 85 und 90 cm angebracht werden. Spiegel sollten 35 cm oberhalb des Waschbeckens bzw. 15 cm oberhalb der Armatur angebracht werden.

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Mindestmaße zur Anbringung von Badewannen und Duschen

Hier gibt es zahlreiche Modelle. Die Standardmaße einer Badewanne sind jedoch 200 x 70 cm, bei einer Höhe von 42 cm.

Duschen sind vielfältiger. Maßgefertigte Duschwannen lassen sich perfekt an die individuellen Raumgegebenheiten anpassen. Eine Dusche braucht eine Fläche von mindestens 70 x 70 cm; Tür oder Einstiegsbereich benötigen eine Durchgangsfläche von mindestens 60 cm.

Feste Glastüren benötigen eine Durchgangsbreite von mindestens 60 cm, in Ausnahmefällen auch 50 cm.

 

Höhe der Badewannen- oder Duscharmatur.

Die Badewannenarmatur sollte 70 cm über dem Boden angebracht werden, wobei hier die Gesamthöhe der Badewanne zu beachten ist. Bei Duschen wird die Armatur bei 1,40 cm der Duschwanne angebracht.

 

Wie sollte die Badezimmertür sein?

Schiebetüren sind äußerst platzsparend. Für Falttüren – oder auch allgemein für den Badezimmereingang – empfiehlt sich eine Durchgangsbreite von mindestens 62 cm.

 

Anbringen von Steckdosen im Badezimmer

Laut der Vorgaben zur Anbringung technischer Geräte in Badezimmern kommt es auf die Anbringung der Lichter im Badezimmer an. 

Hinter der IP-Schutzklasse finden sich stets zwei Zeichen. Diese Zahlen kennzeichnen die Schutzklasse. Je nach Anbringungsort im Badezimmer ist die geeignete Schutzklasse zu wählen.

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Das Diagramm zeigt ein in vier klare Zonen unterteiltes Badezimmer: 0, 1, 2 und 3. Zone 0 ist der Bereich in Badewanne und Dusche. Produkte innerhalb dieser Zone benötigen eine niedrige Spannung (maximal 12 v) und die Schutzklasse IP67 mit vollständiger Tauchprüfung.

Zone 1 ist der Bereich über der Badewanne oder Dusche in einer Höhe von 2,25 m über dem Boden. Hier ist mindestens die Schutzklasse IP44 erforderlich. Bei Produkten mit 240 Volt wird ein eigener Stromkreis mit 30 mA Reststrom benötigt.

Zone 2 befindet sich 0,6 bis 2,25 m über dem Boden und im oberen Bereich der Zone 1 bis 0,75 m sowie in einem Halbkreis von 0,60 m über dem Waschbecken beginnend beim Wasserausfluss. Hier ist mindestens Schutzklasse IP44 erforderlich. 

Zone 3 ist der gesamte Bereich außerhalb der Zonen 0, 1 und 2 (für die bestimmte Einschränkungen gelten), in dem kein Wasser fließt. Hier wird Schutzklasse IP-X1 benötigt.

Unabhängig der Vorgaben zu Zone 1, 2 und 3 sollte bei Steckdosen in der Nähe eines Wasseranschlusses mindestens Schutzklasse IP65 verwendet werden.

 

5 Beispiele zur Badaufteilung

 

Sowohl bei großen als auch bei kleinen Bädern erleichtert und optimiert die optimale Positionierung der Einrichtungselemente die Raumnutzung. 

Mit diesen 5 Plänen zur Badezimmeraufteilung möchten Ihnen unsere Experten die Planung erleichtern und Ihnen bei der maximalen Raumnutzung helfen.

 

Aufteilungsplan für ein kleines Bad mit 1,5 m²

Bei nur wenig Platz empfehlen wir diesen Plan für kleine Bäder: Eine Nasszelle mit kompakter Toilette und Waschbecken mit einem Becken.

 

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Aufteilungsplan für ein Bad mit 3,70 m²

Ein kleines Bad mit Dusche, Waschbecken und kompaktem WC.

 

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Aufteilungsplan für ein Bad mit 4 m²  

Ein 4 m² großes Bad mit Badewanne, Waschbecken mit einem Becken, WC und Bidet.

 

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Aufteilungsplan für ein rechteckiges Bad mit 4,95 m²

Ein Bad mit Badewanne, Waschbecken mit einem Becken und Smart Toilet (WC mit integriertem Bidet).

 

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Aufteilungsplan für ein Bad mit 6,38 m²

Ein Bad mit Badewanne, Dusche, WC, Bidet und Waschbecken mit zwei Becken.

 

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