Die Entdeckung von… Simon Smithson, Rogers Stirk Harbour + Partners. MOOD und das wegweisende Konzept eines Badezimmers

Junto a Luis Vidal + Architects, Simon Smithson ha sido artífice del diseño de una de las colecciones más emblemáticas de Noken, MOOD. Hoy le entrevistamos.

Laut Simon Smithson stellt jedes Designprojekt eine große Herausforderung dar. Ganz gleich ob es sich um eine moderne, avantgardistische Kollektion für Badezimmerausstattung oder um ein ehrgeiziges architektonisches Projekt, wie dem Entwurf eines neuen Flughafenterminals  handelt: es gibt stets praktische Erwägungen, die beherrscht werden müssen.

Er weiß, wovon er spricht. Nicht nur weil er Sohn von berühmten Fachleuten aus der Architekturbranche, wie es Alison und Peter Smithson waren, ist, sondern weil sein Ruf als weltweit angesehener Architekt ihn dorthin gebracht hat, wo er heute steht: auf dem Posten des Teilhabers eines der wichtigsten Architekturbüros der Welt: Rogers Stirk Harbour + Partners.

Seit seinem Eintritt ins Unternehmen im Jahr 1991 hat Simon Smithson Rogers Stirk Harbour + Partners bei solch emblematischen und ehrgeizigen Projekten wie dem Entwurf des neuen Terminals T4 in Madrid Barajas, Gewinner des Stirling-Preises; dem Campus Palmas Altas, einem Bürokomplex am Stadtrand von Sevilla, der ein Vorbild für nachhaltige Entwicklung ist; der Wiedererschließung der South Bank in London; dem Parlament von Wales oder dem Justizgebäude in Antwerpen vertreten.

In Zusammenarbeit mit der Firma für Badezimmerausstattungen der PORCELANOSA Gruppe Noken, war Simon Smithson zusammen mit Luis Vidal + Architects Urheber des Designs einer der emblematischsten Kollektionen von Noken: MOOD. Der Architekt erzählt uns ganz ehrlich, was ihn bei der Verwirklichung der Kollektion inspiriert hat und wie er seine Leidenschaft für Architektur im Alltag auslebt.

Zwei Jahre später…

Rückblick auf die Entwicklungsphase, die Lancierung und die ersten zwei Jahre von MOOD.

Ich würde gerne mit der Frage beginnen, wie das MOOD-Projekt startete.

Ich wurde dazu eingeladen, die Produktionsstätten und Lagerhäuser von Porcelonosa in Vila-real zu besuchen und ich war wirklich beeindruckt. Als man uns dann fragte, ob wir beim Design einer neuen Badezimmer-Serie mitarbeiten wollten, nutzte ich sofort die Gelegenheit - wenn auch nicht ganz ohne Bedenken. Nachdem ich mit Siteco am Beleuchtungskörper für den Flughafen Madrid Barajas zusammengearbeitet hatte, wusste ich, wie schwierig es ist, Produkte zu entwerfen.

Welcher Teil des MOOD-Projektes war die größte Herausforderung?

Ich denke, dass jedes Designprojekt eine riesige Herausforderung darstellt, zumal man mit einem unbeschriebenen Blatt anfangen muss. Mit diesem blanken Papier zu beginnen ist wie ein Start ins Leere.

Wie bei jedem Projekt, muss man sich erstmal mit eine Reihe neuer Bedingungen vertraut machen, mit allen Anforderungen, damit das Gebäude richtig funktioniert. Um beispielsweise ein Flughafengebäude oder ein Gerichtsgebäude zu entwerfen, muss man die Regeln des Spiels kennen. In dieser Hinsicht ist es bei einem Badezimmer nicht anders; es gibt einige praktische Erwägungen, die beherrscht werden müssen. Ich erinnere mich jedenfalls genau, wie ich bei Noken in einem der Labore stehe und mir all die unterschiedlichen Arten von Abflüssen für Toiletten (die von Land zu Land unterschiedlich sind) anschaue und mich ein bisschen fehl am Platz fühle.

[caption id="attachment_1234" align="aligncenter" width="209"]Entrevista-Simon-Smithson-architect-bathroom-design-Noken Simon Smithson[/caption]

Was hat Sie dazu veranlasst, für dieses Projekt Farbe zu benutzen?

Badezimmer sind insofern interessant, als die Unterscheidung zwischen "Behälter", also dem Raum und "Inhalt", sprich, der Einrichtung, sich von vielen anderen Räumen im Haus unterscheidet.

Die Badezimmerarmaturen (Badewanne, Waschbecken, Toilette, etc.) sind Teil des fest "definierten" oder vorgegebenen Raums, das heißt also, die Einrichtungsgegenstände können nicht bewegt werden. Und zum Teil aufgrund der Größenordnung dieser Elemente im Vergleich zur Größe des Badezimmers (das normalerweise ziemlich klein ist), sind die Badezimmerarmaturen der räumlich entscheidende Faktor für die Wahrnehmung des Badezimmerraums.  Sie dominieren.

[caption id="" align="aligncenter" width="232"]Entrevista-Simon-Smithson-architect-bathroom-design-Noken Amarjit (Amo) Kalsi 1957 - 2014, Architect and Director and colleague Rogers Stirk Harbour + Partners.[/caption]

Also dachten wir uns: warum nicht die normale Sichtweise eines Badezimmers umkehren? In anderen Worten, es nicht als einen mit Elementen besetzten Raum sehen, sondern stattdessen erkunden, ob die Armaturen die Rolle von bedeutenderen räumlichen Akteuren einnehmen können. Sogar in unseren ersten Skizzen sind Erkundungen zur Verschmelzung von Armaturen mit der Wandfläche zu sehen.

Eine weitere Sache, die man meiner Meinung nach in diesen frühen Skizzen sehen kann, ist die Vorstellung, dass Badezimmer mehr Spaß machen sollten - schließlich ist es hier, wo man den Tag beginnt. Farbe war ein Weg, um dem Raum Verspieltheit zu verleihen.

Was würden Sie rückblickend am Projekt anders machen?

Nach jedem Projekt denkt man: ‘Nun verstehe ich das Problem! Könnte ich doch bloß alles nochmal machen.’ Ich denke, am liebsten wäre ich für ein paar Monate in die Werkstätten arbeiten gegangen, in denen sie die Prototypen herstellen. Um meine Hände im Herstellungsprozess schmutzig zu machen.

Es gibt eine architektonische Komponente in diesem Projekt. Wie sieht die Herangehensweise eines Architekten an das Produktdesign aus?  

Da ich mein ganzes Leben als Architekt gearbeitet habe, bin ich mir nicht so sicher, inwiefern oder ob sich unsere Herangehensweise überhaupt von der eines, sagen wir, Produktdesigners unterscheidet. Vielleicht ist unsere erste Reaktion insofern anders, als wir bei jedem Gegenstand daran denken, wie er einen Raum schafft. Die Beleuchtung, die wir für den Flughafen Barajas T4 entworfen haben, schafft beispielsweise sowohl als ein individuelles Element, als auch als Bereich von Gegenständen angeordnet, Raum.

Warum sind Sie Architekt geworden?

Ich war kein besonders guter Schüler und ich fürchte, ich habe gedacht, Architekt zu sein wäre einfacher. Außerdem schätze ich, war ich mir vieler anderer Optionen nicht wirklich bewusst. Ich hatte zum Beispiel keine Ahnung, wie es sein könnte, ein Fabrikant oder ein Erfinder zu sein. Als Kind war für mich Capcom bei Mission Control in Houston der spannendste Beruf, aber mir war einfach nicht bewusst, dass man tatsächlich Capcom werden konnte – vielleicht schien alles so weit weg.

Welche Eigenschaften sollte ein erfolgreicher Architekt besitzen?

Es gibt viele Arten, als Architekt vorzugehen, aber ich glaube, man muss Optimist sein. Ein großer Teil unserer Arbeit konzentriert sich nämlich darauf, Dingen Gestalt zu geben. In gleicher Weise muss man zudem ziemlich beharrlich sein. Jedes beliebige Gebäude braucht 5 bis 10 Jahre zur Umsetzung (von den ersten Skizzen bis zur Belegung), und das ist ein langer Weg!

Ich glaube auch, man muss aufmerksam sein, die Augen offen halten. Wir schaffen Räume, die Beziehungen zwischen Menschen herstellen, sei es am Arbeitsplatz, zu Hause, in einer Kultstätte oder was auch immer. Dafür muss man meiner Meinung nach auf die Nuancen des Sozialverhaltens eingestellt sein. In dieser Hinsicht hat ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit einen soziologischen oder anthropologischen Gesichtspunkt.

Sie sind ein weltweit anerkannter Architekt, aber was würden Sie sonst noch gerne lernen?

Eine Sache, die ich gerne lernen möchte, ist ein Instrument zu spielen, ein Musiker zu sein – was, wie ich vermute, ziemlich widersprüchlich ist. Vor 50.000 Leuten zu spielen ist vielleicht nicht das beste Bestreben für jemanden, der solche Angst davor hat, im Rampenlicht zu stehen.

Zu guter Letzt, wie sieht die Zukunft der ‘Badezimmerarchitektur’ aus?

Ich habe das Gefühl, dass die Geschichte der ‘Zukunftsforschung’ ziemlich stark mit Fehlern übersät ist. Was ich faszinierend finde, ist, wie wenig Toiletten, um ein Beispiel zu nennen, sich seit ihrer Erfindung durch Herrn Crapper verändert haben. Es ist so ähnlich wie mit dem Fahrrad: Die wesentlichen Bestandteile bleiben ziemlich gleich, auch wenn die Variationen zum Thema beinahe unendlich sind. Porzellan scheint sich recht gut bewährt zu haben und ich schätze, man möchte gerne davon ausgehen, dass es ein neues Material gibt, um die Allgegenwärtigkeit dieses ziemlich alten (aber verlässlichen) Materials zu ersetzen. Aber ich mag Überraschungen, vielleicht geschieht ja etwas völlig Unerwartetes. Das ist gut für Designer, da es für uns völlig neue Voraussetzungen schafft, um damit zu arbeiten. Ich freue mich drauf!

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